Das Römische Reich: Imperium, Kultur und Geschichte

Gut 1500 Jahre nach seinem Untergang fasziniert das Römische Reich weiterhin und ungebrochen und natürlich hat das viele Ursachen. Da ist zum einen die Bühne voller imposanter Gestalten, von Cäsar über Nero bis hin zu Kaiser Konstantin, die von unzähligen Forschern untersucht werden und die schon in der Antike heiß diskutiert wurden. Zum anderen sind es aber die enormen Einflüsse etwa des römischen Rechts wie auch der Kunst und Architektur, die bis heute faszinieren und ganz folgerichtig gehört die große Kapitale Rom zu den populärsten Destinationen für Touristen überhaupt.

Eine enorme Konstanz

Wenn man das Römische Imperium beispielsweise mit Ägyptens Hochkultur vergleicht, dann fällt auf, dass vom Anbeginn der Republik respektive der Republik bis zur 1000 Jahr Feier durch den Soldatenkaiser Philippus Arabs weitgehende Stabilität herrschte, auch wenn sich natürlich die Ausübung und die Kontrolle der Macht je nach Herrscher und Stil unterschieden. Ägypten war nach den Pyramidenbauern Cheops und Co schon nach rund 500 Jahren reif für eine sogenannte Zwischenzeit, in dem sich verschiedene Machtzentren duellierten und auch das spätere Mittlere Reich wurde nach ein paar Jahrhunderten von den Reitervölkern der Hyksos überrannt. In Rom ist dergleichen nicht vorgekommen und erst die Spätantike sieht eine Teilung in Ost- und West unter den zunehmend christianisierten Herrschern. Diese Konstanz fasziniert zweifellos und macht einen Gutteil des Mythos aus.

triumph_asia_eternal-city-presentation_updated_2016-1-13-1-960x250

Adaption und Weiterentwicklung

Kunst, Architektur und vor allem auch die römische Philosophie, vertreten etwa durch Seneca und Cicero, sind weitgehend Übernahmen und Modifikationen älterer Traditionen, beispielsweise von den Griechen. Die Römer freilich perfektionierten den kulturellen Schliff bei der Eingliederung zahlloser Völkerschaften in das Imperium und in der Regel ließen sie den Besiegten sogar deren Religion. Es wird deshalb sehr häufig von einer extrem adaptiven Kultur gesprochen, von purem Eklektizismus, den Gestalten wie die Catos oder eben die oben genannten Philosophen in höchste Sphären trieben. Offenbar war dies ein gutes Rezept für die Langlebigkeit und Imperien der Geschichte, die allzu sehr auf Uniformität drängten, haben ein weit geringeres Haltbarkeitsdatum als das Römische Reich.

Was bleibt…

ist immer der Mythos, aber auch die Quellenlage, Archäologie und unzählige Zeugnisse aus Papier oder Stein zeugen vom großen Rom. Und eine Inspiration für Spiele wie Book of Ra und Sizzling Hot. Heute lässt sich die Geschichte bis in alle Details nachlesen, studieren und verwenden, was ausgiebig geschieht. Die Kapitale selbst ist durch den Sitz der Katholischen Kirche bedeutend geblieben und atmet Geschichte, Größe, Anspruch und das Streben nach Ewigkeit. Ein Besuch in der Stadt ist Pflicht und leicht, schließlich gilt auch heute noch der geflügelte Spruch:

„Alle Wege führen nach Rom.“